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Herstellung von Vesikeln durch Phasentransfer

Vesikel oder Liposomen sind Doppelschichten aus Amphiphilen, die ein bestimmtes Flüssigkeitsvolumen umschliessen. Vorhergehende Methoden zur Herstellung von Vesikeln wie z.B. die Ultraschallmethode oder die Elekropräparation führen oft zu multi-lamellaren Aggregaten mit einer breiten Größenverteilung. Das Einbringen von chemischen Wirkstoffen oder Medikamenten erweist sich bisher als schwierig.

 

Eine neue Methode zur Herstellung großer Vesikel beruht auf dem Phasentransfer von Emulsionen.[1]

 

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Abb. 1: Möglicher Mechanismus der Vesikelbildung

 

 

 

Im ersten Schritt wird eine Wasserphase mit einer tensidhaltigen Ölphase überschichtet. Im zweiten Schritt wird eine w/o (Wasser in Öl) – Emulsion, bestehend aus Wasser und der gleichen tensidhaltigen Ölphase erzeugt und zur ersten Ölphase hinzugefügt. Der Phasentransfer der Emulsionstropfen in die wässrige Phase erfolgt durch Zentrifugation.

 

In Abhängigkeit von der Viskosität des Lösungsmittels und der Tropfengröße der Emulsion erhält man unterschiedlich große Vesikel.

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Abb. 2: VEC-Aufnahmen von Vesikeln aus Emulsionen mit unterschiedlichen Ölen

 

 

 

Eine spezielle Strömungszelle zur Herstellung großer Vesikel im Strömungsfeld wurde konstruiert. Damit ist das Befüllen der Vesikel sehr einfach. Weitere Forschungsarbeiten zur Optimierung dieser Zelle finden momentan im Arbeitskreis statt.

 

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Abb. 3: Strömungszelle und erste VEC-Aufnahmen damit erhaltener Vesikel

 

 

 

 

 

[1] Pautot, S.; Frisken, B.J.; Weitz, D.A.; Langmuir 2003, 19, 2870-2879