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Studienordnung "Diplomstudiengang Chemie"

 

STUDIENORDNUNG

für den Diplomstudiengang Chemie

an der Universität Dortmund

vom 14.September 1998

(einschl. der Änderungen vom 24.2.2000, 16.1.2001 und 11.6.2003)

 

 

Aufgrund des § 2 Abs. 4 und § 85 des Gesetzes über die Universitäten des Landes Nordrhein-Westfalen (UG) vom 3. August 1993 (GV. NW. 1993 S. 532 ff.), zuletzt geändert durch Gesetz vom 01.07.1997 (GV. NW. S. 213), hat die Universität Dortmund die folgende Studienordnung erlassen:

 

 

Inhaltsübersicht

 

I. Allgemeines

§ 1 Funktion der Studienordnung

§ 2 Voraussetzungen für das Studium

§ 3 Beginn des Studiums

§ 4 Regelstudienzeit, Ziel und Umfang des Studiums

§ 5 Lehrveranstaltungsarten, Vermittlungsformen, Erwerb von Credits

§ 6 Zulassungsverfahren zu einzelnen Lehrveranstaltungen

 

II. Grundstudium

§ 7 Aufbau des Grundstudiums

§ 8 Zulassungsvoraussetzungen für Lehrveranstaltungen des Grundstudiums

§ 9 Die Diplom-Vorprüfung

 

III. Hauptstudium

§ 10 Gliederung und Aufbau des Hauptstudiums

§ 11 Zulassungsvoraussetzungen für Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums

§ 12 Die Diplomprüfung

§ 13 Diplomarbeit

§ 14 Freiversuche

 

IV. Schlußbestimmungen

§ 15 Studienpläne und kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

§ 16 Studienberatung

§ 17 Inkrafttreten und Veröffentlichung

 

 

 

I. Allgemeines

 

§ 1
Funktion der Studienordnung

 

(1)
Die Studienordnung regelt Inhalt und Aufbau des Studiums und bezeichnet Art und Gegenstand der Lehrveranstaltungen sowie die Studienleistungen, die für den erfolgreichen Abschluß des Studiums erforderlich sind.

 

(2)
Die Studienordnung legt im Rahmen des in der Diplomprüfungsordnung (DPO) bestimmten Studienumfangs im Pflicht- und Wahlpflichtbereich die auf die einzelnen Lehrinhalte entfallenden Anteile in Semesterwochenstunden, nach Studienabschnitten gegliedert, fest.

 

(3)
Der Wahlbereich des Studiums, der die Beschäftigung mit Fächern, die über die festgelegten Studieninhalte hinausgehen, sowie ergänzende Studien auch in anderen Studiengängen darstellt, wird in die Entscheidung und Verantwortung jedes einzelnen Studierenden gestellt. Für den Wahlbereich des Studiums wird den Studierenden ein Umfang von 20 Semesterwochenstunden (SWS) empfohlen, wie dies auch in § 3 Abs. 2 der DPO angegeben ist.

 

§ 2
Voraussetzungen für das Studium

 

(1)
Die Qualifikation für das Studium wird in der Regel durch ein Zeugnis der Hochschulreife nachgewiesen. Näheres regeln §§ 65 und 66 UG.

 

(2)
Englisch ist die internationale Fachsprache des Chemikers: Daher sind Grundkenntnisse dieser Sprache auch für das Grundstudium unerläßlich. Im Hauptstudium können Vorlesungen auch in englischer Sprache angeboten werden, so daß in diesem Stadium die Englischkenntnisse zu vertiefen sind.

 

§ 3
Beginn des Studiums

Das Studium kann nur im Wintersemester aufgenommen werden.

 

§ 4
Regelstudienzeit, Umfang und Ziel des Studiums

Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomarbeit neun Semester. Der Studienumfang beträgt insgesamt 227 Semesterwochenstunden . Der Pflicht- und Wahlpflichtbereich umfaßt 207 Semesterwochenstunden. Für den Wahlbereich stehen 20 Semesterwochenstunden zur Verfügung. Die Studieninhalte sind so ausgewählt und begrenzt, daß das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Dabei ist gewährleistet, daß der Studierende im Rahmen dieser Prüfungsordnung nach eigener Wahl Schwerpunkte setzen kann. Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zur selbständigen Vorbereitung und Vertiefung der Lehrinhalte und zur Teilnahme an zusätzlichen Lehrveranstaltungen auch in anderen Studiengängen (Wahlbereich). Das Ziel des Studiums ergibt sich aus § 80 UG.

 

§ 5
Lehrveranstaltungsarten und Vermittlungsformen

 

(1)
Im Studiengang Chemie werden folgende Arten von Lehrveranstaltungen angeboten; die Form einer Lehrveranstaltung wird jeweils in den Vorlesungsankündigungen angegeben:

 

Vorlesung (V):
In Vorlesungen werden wissenschaftliches Grund- und Spezialwissen, Einführungen in Themenbereiche, methodische Kenntnisse sowie Überblicke über Forschungsergebnisse durch zusammenhängende Vorträge von Lehrenden vermittelt.

 

Übung (Ü):
In Übungen wird vorlesungsbegleitend der vermittelte Stoff an Beispielen geübt und vertieft. Von den Studierenden werden unter Anleitung zwecks Vertiefung der Kenntnisse Lösungen von Aufgaben oder Teilaufgaben erarbeitet.

 

Praktikum (P):
Praktika dienen dem Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten durch Bearbeitung experimenteller Aufgaben. Zu den Inhalten gehören die theoretischen Grundlagen, die Planung, Durchführung und Auswertung von Experimenten.

 

Exkursion (Ex):
Exkursionen dienen der Vertiefung des Lehrstoffes durch Kennenlernen der industriellen Praxis.

 

Seminar (S):
In Seminaren werden im Wechsel von Vortrag und Diskussion wissenschaftliche Fragestellungen in systematischem Zusammenhang behandelt, neue Erkenntnisse erarbeitet und aktuelle Probleme und Ergebnisse diskutiert und beurteilt.

 

Anleitung zu wissenschaftlichen Arbeiten: Die Anleitung führt im Rahmen der Diplomarbeit in eine wissenschaftliche Tätigkeit ein.

 

(2) Im Angebot der Lehrveranstaltungen wird zwischen Pflicht- und Wahlpflichtlehrveranstaltungen unterschieden. Dabei bedeuten:

 

Pflichtlehrveranstaltungen:

Lehrveranstaltungen, die nach dieser Studienordnung und der Diplomprüfungsordnung für den erfolgreichen Abschluß des Studiums vorgeschrieben sind.

 

PV = Pflichtvorlesung

PÜ = Pflichtübung

PP = Pflichtpraktikum

PS = Pflichtseminar

 

Wahlpflichtlehrveranstaltungen:

Lehrveranstaltungen, die nach Maßgabe dieser Studienordnung und der Diplomprüfungsordnung in einem bestimmten Mindestumfang auszuwählen sind.

 

VV = Vertiefungsvorlesung

VÜ = Vertiefungsübung,

VP = Vertiefungspraktikum

VS = Vertiefungsseminar

 

Erwerb von Credits:

Credits können erworben durch:

 

- Klausuren

- mündliche Prüfungen

- testierte Praktikumsleistungen

- Vorträge auf der Basis schriftlicher Ausarbeitungen

- schriftliche Hausarbeiten

 

Diese Erbringungsformen werden nachfolgend zusammenfassend als "Prüfungen" bzw. "Prüfungsleistungen" bezeichnet.

 

§ 6
Zulassungsverfahren zu einzelnen Lehrveranstaltungen

Bei den Praktika ist die Teilnehmerzahl aus organisatorischen und aus Sicherheitsgründen begrenzt. Übersteigt die Zahl der Bewerber die Aufnahmefähigkeit, regelt auf Antrag des jeweiligen Lehrenden der Dekan oder ein von ihm beauftragter Lehrender den Zugang (§ 81, Abs. 3 UG). Dabei sind die Bewerber in folgender Reihenfolge zu berücksichtigen:

 

1:
Studierende, die nach ihrem Studienverlauf auf den Besuch der Lehrveranstaltung zu diesem Zeitpunkt angewiesen sind, soweit sie für den Studiengang Chemie (Diplom) an der Universität Dortmund eingeschrieben oder als Zweithörerinnen oder Zweithörer gemäß § 70 Abs. 2 UG zugelassen sind.

 

2:
Studierende, die nach ihrem Studienverlauf auf den Besuch der Lehrveranstaltung zu diesem Zeitpunkt nicht angewiesen sind, soweit sie für den Studiengang Chemie (Diplom) an der Universität Dortmund eingeschrieben oder als Zweithörerinnen oder Zweithörer gemäß § 70 Abs. 2 UG zugelassen sind.

 

3:
Studierende, die für diese Lehrveranstaltung als Zweithörerinnen oder Zweithörer gemäß § 70 Abs. 1 UG zugelassen sind.

 

4:
Andere Studierende der Universität Dortmund, sofern sie die Voraussetzungen für diese Lehrveranstaltung erbringen.

 

Ist innerhalb einer Gruppe eine Auswahl erforderlich, wird durch das Los entschieden. Der Fachbereich stellt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel sicher, daß den unter Nr. 1 genannten Studierenden durch die Beschränkung der Teilnehmerzahl insgesamt kein Zeitverlust oder höchstens ein Zeitverlust von einem Semester entsteht. Der Fachbereich kann gemäß § 81 UG für Studierende anderer Studiengänge das Recht zum Besuch von Lehrveranstaltungen beschränken, wenn ohne die Beschränkung eine ordnungsgemäße Ausbildung der für den Studiengang Chemie (Diplom) eingeschriebenen Studierenden nicht gewährleistet werden kann.

 

 

II. Grundstudium

 

§ 7
Aufbau des Grundstudiums

 

(1)
Das Grundstudium hat einen Umfang von 113 SWS. Im Grundstudium wird das Basiswissen vermittelt, das erforderlich ist, um das Hauptstudium erfolgreich absolvieren zu können. Es soll nach dem vierten Semester abgeschlossen sein. Alle im Studienplan aufgeführten Lehrveranstaltungen des Grundstudiums sind Pflichtveranstaltungen.

 

(2)
Das Grundstudium gliedert sich wie folgt:

 

Prüfungsfach 1. Semester 2. Semester 3. Semester 4. Semester
Allgem., Anorg. u. Analyt. Chemie 5PV, 3PÜ, 10PP, 1PS      
Anorganische und Analyt. Chemie   3PV, 1PÜ, 7PP, 2PS    
Organische Chemie 1PV 2PV, 1PÜ 3PV, 1PÜ, 10PP, 2PS  
Physikalische Chemie   2PV, 1PÜ 3PV, 1PÜ, 4PP 3PV, 1PÜ, 8PP
TechnischeChemie       3PV, 1PÜ
Synthesen und Methoden       4PV, 2PÜ, 8PP, 1PS
Mathematik 3PV, 1PÜ 3PV, 1PÜ    
Physik 2PV, 1PÜ 2PV, 1PÜ 3PP  
Summe SWS 27 26 27 31

 

(3)
Außerdem ist im 1. Semester der Nachweis der Sachkunde gemäß Chemikalienverbotverordnung zu erwerben.

 

§ 8
Zulassungsvoraussetzungen für Lehrveranstaltungen des Grundstudiums

 

(1)
Vor Beginn der Praktika des Grundstudiums werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die sicherheitstechnischen Grundlagen zu den Praktikumsversuchen belehrt. Ein Praktikum darf erst aufgenommen werden, nachdem die Teilnehmerin oder der Teilnehmer schriftlich bestätigt haben, daß sie bzw. er die Belehrung verstanden haben und sie bei der Durchführung des Praktikums beachten werden. Ist aufgrund des Verhaltens oder mangelhafter Vorbereitung einer Praktikumsteilnehmerin oder eines Praktikumsteilnehmers eine erhebliche Gefährdung von Personen oder Praktikumseinrichtungen nicht auszuschließen, so ist diese Teilnehmerin oder dieser Teilnehmer von der Durchführung des Versuchs auszuschließen.

 

(2)
Zulassungsvoraussetzung für alle Praktika ab dem 2. Fachsemester ist das Vorliegen des Sachkundenachweises gemäß § 5 der Chemikalienverbotsverordnung.

 

(3)
Zulassungsvoraussetzung für die Teilnahme an bestimmten Lehrveranstaltungen im Pflichtteil dieses Studiengangs ist die vorherige Teilnahme oder erfolgreiche Teilnahme an vorangehenden Lehrveranstaltungen gemäß der folgenden Tabelle. Die vorherige Teilnahme an einer Lehrveranstaltung beinhaltet die Teilnahme an der zugehörigen abschließenden Prüfung.

 

Zur Teilnahme an Vorherige Teilnahme Vorherige erfolgreiche Teilnahme
Praktikum Physik Physik 1, Physik 2 Sachkunde
Praktikum Anorg. Chemie (2. Sem.) Praktikum Allg. u. Anorg. Chemie (1. Sem.) Sachkunde
Praktikum Organische Chemie Organ. Stoffklassen, Organ. Chemie 1; Praktika Allg. und Anorg, Chemie (1. Sem.) und Anorg. Chemie (2. Sem.) Sachkunde
Phys.-Chem. Praktikum 1 Physikalische Chemie 1 Sachkunde
Phys.-Chem. Praktikum 2 Physikal. Chemie 1 und 2, Phys.-Chem. Praktikum 1 Sachkunde
Praktikum Synthesen und Methoden (AC/OC) Analyt. Chemie 1 und 2, Organ. Chemie 2, Praktikum Organ. Chemie, Sachkunde, Vorlesungen Allg. und Anorg. Chemie (1. Sem.) und Anorg. Chemie (2. Sem.), Praktika Allg. und Anorg. Chemie (1. Sem.) und Anorg. Chemie (2. Sem.), Vorlesungen Organ. Stoffklassen und Organ. Chemie 1
Praktikum Technische Chemie Einführung in die Techn. Chemie Sachkunde

 

§ 9
Die Diplom-Vorprüfung

 

(1)
Das Grundstudium wird durch die Diplom-Vorprüfung abgeschlossen. Die einzelnen Fachprüfungen werden studienbegleitend durchgeführt. Die empfohlene Reihenfolge der Fachprüfungen ist im Studienplan angegeben.

 

(2)
Die Diplom-Vorprüfung beinhaltet den Erwerb von insgesamt 120 Credits in den folgenden Prüfungsfächern:

 

- Allgemeine, Anorganische und Analytische Chemie (31 Credits)

- Organische Chemie (22 Credits)

- Physikalische Chemie (24 Credits)

- Technische Chemie (5 Credits)

- Synthesen und Methoden (16 Credits)

- Physik (11 Credits)

- Mathematik (11 Credits)

 

(3)
Die Fachprüfungen finden in folgender Form statt:

 

Prüfungsfach 1. Semester (WS) 2. Semester (SS) 3. Semester (WS) 4. Semester (SS)
Allg., Anorg. und Analyt. Chemie        
Anorganische und Analyt. Chemie   2 Klausuren* (16 Cr) Praktikum** (15 Cr)    
Organische Chemie   1 Klausur* (5 Cr) 1 Klausur* (6 Cr)Praktikum ** (11 Cr)  
Physikalische Chemie     1 Klausur* (9 Cr) 1 Klausur* (6 Cr)Praktikum ** (9 Cr)
Technische Chemie       1 Klausur* (5 Cr)
Synthesen und Methoden       1 Klausur* (5 Cr)Praktikum**(11 Cr)
Mathematik   1 Klausur* (11 Cr)    
Physik   1 Klausur* (8 Cr) Praktikum** (3 Cr)    
Credits/Sem. s. 2. Sem. 58 26 36

 

* Wird die notwendige Punktzahl  nicht erreicht, so wird vor Beginn des darauffolgenden Semesters eine Nachklausur. Diese umfaßt den gesamten Stoff des vorangegangenen Semesters im jeweiligen Prüfungsfach.

** Credits werden erteilt, wenn für das jeweilige Praktikum ein Nachweis vorgelegt wird. Die Voraussetzungen hierfür sind wie folgt: Benotung der praktischen Leistungen und Abschlußkolloquium bei einer Professorin oder einem Professor bzw. Privatdozentin oder Privatdozenten

 

(4)
Die Prüfer werden gemäß § 7 Abs. (1) der DPO vom Diplomprüfungsausschuß bestellt.

 

 

II. Hauptstudium

 

§ 10
Gliederung und Aufbau des Hauptstudiums

 

(1)
Das Hauptstudium hat einen Umfang von 114 SWS, davon 20 SWS im Wahlbereich (ggf. können Veranstaltungen des Wahlbereichs bereits zum Ende des Grundstudiums absolviert werden). Das Hauptstudium soll nach dem achten Semester abgeschlossen werden. Es vermittelt fachspezifische Inhalte und Fragestellungen der Chemie und ermöglicht den Studierenden, sich individuell den Neigungen entsprechend auf den zukünftigen Beruf vorzubereiten.

 

(2)
Jeder Studierende muß den Nachweis der Sachkunde gemäß §5 der Chemikalienverbotsverordnung erwerben. Hierzu dienen die Vorlesungen über Rechtskunde und Toxikologie (jeweils 1  SWS).

 

(3)
Während des Hauptstudiums können die Studierenden entweder die Vertiefung in den Grundlagenfächern (siehe Abs. 6) oder einen Studienschwerpunkt (siehe Abs. 7 bis 9) wählen, um hierdurch das Studium entsprechend ihrer Neigungen zu vertiefen.

 

(4)
Studienschwerpunkte sind z.Zt.:

- Vertiefung der Grundlagenfächer (siehe Abs. 6)

- Biowissenschaften (siehe Abs. 7)

- Materialwissenschaften (siehe Abs. 8)

- Chemische Technologie (siehe Abs. 9)

- Betriebswirtschaft/Technik (siehe Abs. 10)

 

(5)
Im Hauptstudium gibt es einen Basisteil (40 SWS, 50 Credits) für alle Studierenden, bestehend aus den folgenden Prüfungsgebieten:

 

Anorganische Chemie (AC) 12 SWS 2PV/PÜ; 2VV;8PP 15 Credits
Organische Chemie (OC) 12 SWS 4PV/PÜ; 8PP 15 Credits
Physikalische Chemie (PC) 12 SWS 6PV/VÜ; 6PP 15 Credits
Methoden der instrumentellen Analytik 4 SWS 3PV; 1PÜ 5 Credits

 

(6)
Wird die Vertiefung in den Grundlagenfächern (54 SWS) gewählt, sind außerdem 70 Credits wie folgt zu erwerben:

 

Technische Chemie 12 SWS 5PV/PÜ; 7PP 15 Credits
Biochemie 12 SWS 4PV/PÜ; 8P 15 Credits
Vertiefungsveranstaltungen 10 SWS 10VV/VÜ/VS * 16 Credits
Forschungspraktika 2 x 10 SWS 20VP ** 24 Credits

* aus 3 verschiedenen Prüfungsfächern; davon 4 SWS im Fach der Diplomarbeit und jeweils 3 SWS in 2 der 3 Prüfungsfächer AC, OC, PC.

** mindestens 1 Forschungspraktikum aus AC, OC oder PC

 

(7)
Wird der Schwerpunkt Biowissenschaften (54 SWS) gewählt, sind außerdem in diesem Schwer­punkt 70 Credits zu erwerben. Die Veranstaltungen im Schwerpunkt Biowissenschaften setzen sich wie folgt zusammen:

 

Grundlagen Biochemie   9PV 12 Credits
Biochemische Arbeitsmethoden   3PV/PÜ   3 Credits
Grundpraktikum   12PP 15 Credits
Vertiefungsveranstaltungen   10VV/VÜ/VS 16 Credits
Forschungspraktika 2 x 10 SWS 20VP 24 Credits

* aus unterschiedlichen Bereichen (z. B. Biochemie; biophysikalische Chemie; Biotechnologie; Bioanorganische Chemie etc.).

 

(8)
Wird der Schwerpunkt Materialwissenschaften (54 SWS) gewählt, sind außerdem in diesem Schwerpunkt 70 Credits zu erwerben.

Die Veranstaltungen im Schwerpunkt Materialwissenschaften setzen sich wie folgt zusammen:

 

Grundlagen der Werkstoffkunde 5PV/PÜ   7 Credits
Grundlagenpraktikum 6PP   9 Credits
Strukturchemische Arbeitsmethoden/Strukturchemie 4PV/PÜ   6 Credits
3VV/VÜ   4 Credits
Strukturchemisches Praktikum 10 PP 12 Credits
Phys. und chem. Eigenschaften der kondensierten Materie 8VV/VÜ/VS 10 Credits
Materialwissenschaftliche Vertiefungsveranstaltungen 8VV/VÜ/VS 10 Credits
Forschungspraktikum 10VP 12 Credits

* aus unterschiedlichen Themenbereichen

 

(9) Wird der Schwerpunkt Chemische Technologie (54 SWS) gewählt, sind außerdem in diesem Schwerpunkt 70 Credits zu erwerben.

Die Veranstaltungen im Schwerpunkt Chemische Technologie setzen sich wie folgt zusammen:

 

Bereich Industrielle Chemie 19PV/PÜ 26 Credits
Bereich Verfahrenstechnik 13PV/PÜ 18 Credits
Praktikum Technische Chemie 8PP   9 Credits
Vertiefungspraktikum Chemietechnik 8VP   9 Credits
Vertiefungsveranstaltungen 6VV/VÜ/VS   8 Credits

 

Außerdem ist ein Industriepraktikum zu absolvieren (8-wöchig, unbenotet, in der vorlesungsfreien Zeit; siehe hierzu Praktikumsordnung Chemietechnik).

 

(10)
Wird der Schwerpunkt Betriebswirtschaft/Technik (54 SWS) gewählt, sind außerdem in diesem Schwerpunkt 70 Credits zu erwerben.

Die Veranstaltungen im Schwerpunkt Betriebswirtschaft/Technik setzen sich wie folgt zusammen:

 

Pflichtbereich Betriebswirtschaft 17PV/PÜb 22 Credits
Pflichtbereich Technik 11PV/PÜb 14 Credits
Vertiefungsveranstaltungen Betriebswirtschaft 14VV/VÜb/VS 18 Credits
Vertiefungsveranstaltungen Technik 6VV/VÜb   8 Credits
Praktikum Technische Chemie 6 PPr   8 Credits

 

Außerdem ist ein Industriepraktikum zu absolvieren (8-wöchig, unbenotet, in der vorlesungsfreien Zeit; siehe hierzu Praktikumsordnung Chemietechnik).

 

§ 11
Zulassungsvoraussetzungen für Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums

 

(1)
Zur Teilnahme an den dem Hauptstudium zugeordneten Lehrveranstaltungen wird nur zugelassen, wer die Diplom-Vorprüfung in dem Studiengang Chemie oder eine gemäß § 7 DPO als gleichwertig angerechnete Prüfung bestanden hat.

 

(2)
Wird die Vertiefung in den Grundlagenfächern gewählt, so können Forschungspraktika eines Faches (Anorganische Chemie, Organische Chemie, Physikalische Chemie, Technische Chemie, Biochemie) in der Regel erst nach Abschluß des entsprechenden Pflichtpraktikums in dem jeweiligen Fach absolviert werden.

 

(3)
Wird ein Schwerpunkt gewählt, ergeben sich innerhalb des Schwerpunktes folgende Zulassungsvoraussetzungen:

  1. Schwerpunkt Biowissenschaften: Forschungspraktika können erst nach erfolgreichem Abschluß des Grundpraktikums und der Veranstaltung „Biochemische Arbeitsmethoden“ begonnen werden.
  2. Schwerpunkt Materialwissenschaften: Das Strukturchemische Praktikum kann erst nach erfolgreichem Abschluß des Pflichtteils der Veranstaltungen zu „Strukturchemische Arbeitsmethoden/Strukturchemie“ begonnen werden. Das Forschungspraktikum kann erst nach erfolgreichem Abschluß der beiden anderen Praktika begonnen werden.
  3. Schwerpunkt Chemische Technologie: Keine. Es wird jedoch empfohlen, die Vorlesungen Anlagentechnik und Sicherheitstechnik, die beiden Praktika sowie die Vertiefungen möglichst an das Ende zu legen und die anderen Vorlesungen/Übungen vorzuziehen.
  4. Schwerpunkt Betriebswirtschaft/Technik: Keine.

 

§ 12
Die Diplomprüfung

 

(1)
Das Hauptstudium wird durch die Diplomprüfung abgeschlossen. Die einzelnen Fachprüfungen werden studienbegleitend durchgeführt. Credits für Praktika werden erteilt, wenn für das jeweilige Praktikum ein Nachweis vorgelegt wird. Die Voraussetzungen hierfür sind wie folgt: Benotung der praktischen Leistungen und Abschlußkolloquium bei einer Professorin oder einem Professor bzw. Privatdozentin oder Privatdozenten. Die Art der Fachprüfungen zu Vorlesungen und Übungen können Klausuren oder mündliche Prüfungen sein. In Seminaren sind auch Vorträge auf der Basis schriftlicher Ausarbeitungen oder schriftliche Hausarbeiten möglich. Die Prüfungsform wird in der Veranstaltungsankündigung festgelegt. Wird bei Klausuren die notwendige Punktzahl nicht erreicht, so wird vor Beginn des darauffolgenden Semesters eine Nachprüfung angeboten. Diese umfaßt den gesamten Stoff des vorangegangenen Semesters im jeweiligen Prüfungsfach. Die Form der Nachprüfung (Klausur oder ersatzweise mündliche Prüfung) wird bei der Terminankündigung bekannt gegeben.

 

(2)
Im Hauptstudium werden Veranstaltungen (Vorlesungen/Übungen) angeboten, die für Prüfungen zusammengefaßt werden müssen. Die zur Orientierung der Studenten notwendige Kennzeichnung der Veranstaltungen erfolgt im kommentierten Veranstaltungsverzeichnis sowie die dazugehörigen Aushängen für das jeweilige Semester (§16(2)).

 

(3)
Die Fachprüfungen finden wie folgt statt:

 

a) Basisteil für alle Studierende:

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Anorganische Chemie
Anorganisch Chemisches Praktikum
5
11
2
1
Organische Chemie
Organisch Chemisches Praktikum
5
10
2
1
Physikalische Chemie
Physikalisch Chemisches Praktikum
8
7
2
1
Instrumentelle Analytik 5 1

 

b) Studierende mit Vertiefung der Grundlagenfächer:

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Technische Chemie
Technisch Chemisches Praktikum
6
9
1
1
Biochemie
Biochemisches Praktikum
5
10
1
1
Wahlpflichtbereich:
Fach der Diplomarbeit
weitere Vertiefungsveranstaltungen
2 Forschungspraktika

6
10
24

1
2
2

 

c) Schwerpunkt Biowissenschaften

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Biochemie I 4 1
Biochemie II 4 1
Biochemie III 4 1
Biochemische Arbeitsmethoden 3 1
Grundpraktikum 15 1
Vertiefungsveranstaltungen 16 3
2 Forschungspraktik 24 2

 

d) Schwerpunkt Materialwissenschaften:

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Grundlagen der Werkstoffkunde 7 1
Grundlagenpraktikum 9 1
Strukturchemische Arbeitsmethoden/Strukturchemie 6 1
  4 1
Strukturchemisches Praktikum 12 1
Phys. und chem. Eigenschaften der kondensierten Materie 10 2
Materialwissenschaftliche Vertiefungsveranstaltungen 10 2
Forschungspraktikum 12 1

 

e) Schwerpunkt Chemische Technologie:

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Industrielle Chemie: 26  
   a) Industrielle AC/OC 8 1
   b) Polymere/Werkstoffe 6 1
   c) Prozesskunde/Katalyse
   d) Reaktionstechnik
8
4
1
Verfahrenstechnik: 27  
   a) Anlagentechnik/Sicherheitstechnik 7 1

   b) Grundlagen der Verfahrenstechnik I
   c) Grundlagen der Verfahrenstechnik II/Bioverfahrenstechnik

4
7
1
1
Praktikum Technische Chemie 9 1
Vertiefungspraktikum Chemietechnik 9 1
Vertiefungsbereich 8 2

 

f) Schwerpunkt Betriebswirtschaft/Technik

Prüfungsfach Anzahl der Credits Prüfungen
Pflichtbereich Betriebswirtschaft 22 2
Vertiefungsbereich Betriebswirtschaft 18 1
Pflichtbereich Technik 14 4
Vertiefungsbereich Technik 8 2
Praktikum Technische Chemie 8 1

(4) Die Prüfer werden gemäß § 7 Abs. (1) der DPO vom Diplomprüfungsausschuß bestellt.

 

§ 13
Diplomarbeit

 

Die Diplomarbeit ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Ausbildung abschließt. Sie soll zeigen, daß die Kandidatin oder der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.

 

Die Bearbeitungszeit für eine Diplomarbeit beträgt sechs Monate. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind vom Betreuer so zu begrenzen, daß die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Der Umfang der Diplomarbeit soll 125 Seiten nicht überschreiten. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten drei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Im Einzelfall kann der Prüfungsausschuß auf begründeten Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um bis zu sechs Wochen verlängern.

 

§ 14
Freiversuche

 

(1)
Vor Beginn der ersten Prüfung zum Erwerb von Credits kann die zur Diplomprüfung zugelassene Kandidatin oder der zur Diplomprüfung zugelassene Kandidat nach ununterbrochenem Studium und innerhalb der Regelstudienzeit Freiversuche geltend machen. Diese Regelung gilt nicht für Praktika, die nur beim Nichtbestehen wiederholt werden können.

 

(2)
Bei Geltendmachung eines Freiversuchs kann die Kandidatin oder der Kandidat an einer Wiederholungsprüfung auch dann teilnehmen, wenn die erste Prüfung "ausreichend" (4.0 bzw. E) oder besser bewertet worden ist. Gewertet wird in diesem Falle die bessere der beiden Noten.

 

(3)
In den ersten drei Semestern des Hauptstudiums sind insgesamt 6 Freiversuche möglich, davon kann die Kandidatin / der Kandidat im dritten Semester des Hauptstudiums bis zu zwei Freiversuche geltend machen. Hierbei gilt die Wiederholungsprüfung als dem Semester zugehörig, in dem die entsprechende Veranstaltung lag.

 

(4)
Die näheren Einzelheiten regelt § 24 DPO.

 

 

IV. Schlußbestimmungen

 

§ 15
Studienpläne und kommentiertes Vorlesungsverzeichnis

 

(1)
Auf der Grundlage dieser Studienordnung sind Studienpläne für das Grundstudium aufgestellt und als Anhang dieser Studienordnung beigefügt. Sie bezeichnen Art und Umfang der Lehrveranstaltungen. Die Studienpläne geben die empfohlene zeitliche Reihenfolge der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen und der Ablegung der Prüfungen im Grundstudium an. Für das Hauptstudium ist ein Studienplan beigefügt, der eine Übersicht über die Gliederung und den Umfang der verschiedenen Bereiche gibt.

 

(2)
Aufgrund dieser Studienordnung erstellt der Fachbereich Chemie ein kommentiertes Vorlesungsverzeichnis für jedes Fachsemester, um eine ordnungsgemäße zeitliche Verteilung der Pflicht- und Wahlpflichtlehrveranstaltungen sicherzustellen.

 

§ 16
Studienberatung

 

(1)
Die studienbegleitende Fachberatung für das Studium des Studienganges Chemie erfolgt durch die Lehrenden sowie durch die oder den vom Fachbereich Chemie benannten Fachstudienberater. Sie unterstützt die Studierenden insbesondere in Fragen der Studienganggestaltung, der Studientechniken und der Wahl des Schwerpunktes, sowie in Fragen der Anerkennung von Studienleistungen, die außerhalb der Universität Dortmund erbracht wurden; näheres regelt § 7 DPO. Die Inanspruchnahme dieser Beratung ist insbesondere am Anfang des Studiums, bei fachlichen Schwierigkeiten, bei Wahlentscheidungen im Studium, vor und nach längerer Unterbrechung des Studiums, bei Wahl der Diplomarbeit und bei Nichtbestehen einer Prüfung zu empfehlen.

 

(2)
Die allgemeine Studienberatung erfolgt durch die Zentrale Studienberatungsstelle der Universität Dortmund, sie erstreckt sich dabei auch auf Fragen der Studienmöglichkeiten, des Studienaufbaus; sie umfaßt eine Beratung ausländischer Studierender, eine Beratung behinderter Studierender und bei studienbedingten, persönlichen Schwierigkeiten auch eine psychologische Beratung.

 

§ 17
Inkrafttreten und Veröffentlichung

 

Diese Studienordnung tritt zum WS 2003 in Kraft und wird in den Amtlichen Mitteilungen der Universität Dortmund veröffentlicht. Sie gilt für die Studierenden des Studienganges Chemie, die ihr Studium im Wintersemester 2003 oder später aufnehmen.

 

Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereichs Chemie vom 11.6.2003 und des Rektorats der Universität Dortmund vom .

 

 

Dortmund, den

 

Der Rektor

der Universität Dortmund

Universitätsprofessor

Dr. Eberhard Becker

 



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